Schulchronik

Am 1. August 1902 begann die über 100jährige Geschichte der Hebborner Volksschule, jetzt Gemeinschaftsgrundschule Hebborn.

Zum 50jährigen Schuljubiläum 1952 beschrieb Rektor Kasper Waver die damalige Volksschule so: "Das Schulgebäude enthielt drei Klassenräume, zwei Dienstwohnungen und im Erdgeschoss eine Kochschule, die später zu einer Badeanstalt umgebaut wurde. ....... Die Schülerzahl, die anfangs 190 betrug, stieg bald auf 200 und 250, so dass die Errichtung einer 4. Klasse notwendig wurde und damit das Schulgebäude voll belegt war." 111 Jahre sind seitdem vergangen. 50 Schüler mehr als zu dieser Zeit belegen heute das alte und neue Schulgebäude zusammen. Die drei Klassen im alten Schulgebäude bilden heute lediglich einen Jahrgang der Schule. So ändern sich die Zeiten. Erster Schulleiter war Bernhard Pagenstedt, der die Schule durch die schweren Zeiten des Ersten Weltkrieges führte.

Von 1919 bis 1938 und noch einmal von 1945 bis 1947 leitete Heinrich Scharrenbroich die Hebborner Schule. Im Inflationsjahr 1923 – so erzählt die Schulchronik – „war man gezwungen, mit Zahlen zu rechnen, die bis zu 16 Stellen hatten.“ Das Gehalt eines Hebborner Lehrers war wie folgt festgehalten: „Für den Monat standen ihm zu 556 149 700 Mark…“.

Laurenz Lindlar war zur Zeit des Zweiten Weltkrieges Rektor der Schule. An einen geordneten Unterricht war jedoch bedingt durch Lehrermangel und Fliegeralarm von 1938 bis 1945 nicht zu denken.

Nach der Not des Krieges und der unmittelbaren Nachkriegsjahre kam ab 1949 mit Rektor Waver wieder Ruhe in die Schule zurück.

In den Jahren 1966/67 wurden die Zwergschulen Romaney und Herrenstrunden mit Hebborn zusammengelegt. Aus der katholischen Volksschule wurde 1968 durch Gesetzesänderung und Wahl eine Gemeinschaftsgrundschule. Schulleiter war zu dieser Zeit Hubert Brück.

Die größten baulichen Veränderungen seit 1935 fielen in die Dienstzeit der Rektorin Marianne Molitor und begannen 1979 mit dem Bau der Turnhalle. In zwei Bauabschnitten entstand dann noch 1989 und 1997 das neue Schulgebäude. Darüber hinaus wurde der südliche Altbau umgebaut und die Außenanlagen umgestaltet.

Im Jahre 2002 feierte die GGS Hebborn ihr 100jähriges Bestehen. In der im Rahmen dieses Jubiläums entstandenen Festschrift „Schule Hebborn von damals bis heute“ lässt sich der Lebenslauf der Schule noch einmal detailliert nachlesen.

Wenn Sie neugierig geworden sind: Es gibt auch noch ein paar Restexemplare der Festschrift von 2002 zu kaufen, erhältlich im Sekretariat der Schule.